Pressebericht ANUAL | Schottische Hochlandrinder grasen am Wahler Bach

Pressebericht ANUAL | Schottische Hochlandrinder grasen am Wahler Bach

Informationsveranstaltung am 12. Juni, Beweidungsprojekt fand reges Interesse

Lotte und ihr Neugeborenes.
Lotte und ihr Neugeborenes.

Die Schottischen Hochlandrinder fressen fast alles, ob Disteln, Binsen oder Springkraut. Dies war auch einer der Gründe, warum diese zottelige Rasse ausgewählt wurde — so der Vorsitzende Robert Klein vom Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (ANUAL). Als Leichtgewichte unter den Rinderrassen sind Sie für Bachauen bestens geeignet. Die friedlichen Tiere mit der »Langhaarfrisur« als Fliegenschutz sind deshalb nunmehr die Hauptdarsteller im Beweidungsprojekt am Wahler Bach. Mit dem Landwirt Thomas Wilsberg aus Oberplag fand man einen jungen Landwirt, den das Projekt von Anfang an überzeugte und der die Tiere anschaffte. Sie beweiden nun die Flächen vom ANUAL sowie Ausgleichsflächen vom Landkreis Neuwied und der Ortsgemeinde Asbach. Die kleine Herde, derzeit 3 Tiere plus ein wenige Tage altes Kälbchen, kann sich auf der gesamten 7 ha großen Fläche beidseits des Wahler Baches frei bewegen. Bald wird das Kälbchen einen Spielgefährten bekommen, kündigte Wilsberg bei der Informationsveranstaltung am 12. Juni an.

Diese nachhaltige Form der Bewirtschaftung, die der ANUAL auf seinen Flächen anstrebt und die für die Ausgleichsflächen der OG Asbach bzw. des Kreises vorgeschrieben ist, ist daher für alle Beteiligten ein Gewinn. Und da sich die wenigen Tiere auf so großer Fläche bewegen, bleibt so manche Pflanzenart erhalten und die Bodenbrüter haben eine deutlich höhere Chance, ihre Brut erfolgreich abzuschließen. Auch der Schwarzstorch, der vormittags am Informationsstand des ANUAL vorbeiflog, schätzt den durch die Beweidung beruhigten Bachlauf als störungsfreies Nahrungshabitat. Dass das »Drüsige Springkraut«, eine unerwünschte eingewanderte Art, eine der Lieblingsspeisen der neuen »Landschaftspfleger« ist, kann sicherlich als zusätzlicher Pluspunkt gewertet werden.

Neben Landwirten, Ratsmitgliedern und vielen interessierten Bürgern nutzte auch der Biotopbetreuer Günter Hahn sowie Herrn Dorn von der Struktur und Genehmigungsdirektion Nord die Gelegenheit, um sich vom erfolgreichen Anlaufen des Projekts zu überzeugen. Deren Fördermittel den Bau des Zaunes, die Gelder der Stiftung Natur und Umwelt RLP für den Erwerb von Flächen sowie die Mittel zahlreicher privater Spender sind offensichtlich in diesem Projekt gut angelegt. Und nicht zuletzt bedankt sich die Natur bei den Aktiven des ANUAL, die hier etliche Arbeitsstunden eingebracht haben. Die vielen positiven Rückmeldungen bestärken den ANUAL, dieses Projekt nach Möglichkeit noch auszuweiten.

Robert Klein

 

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