Wahler Bach Tal

Die Zweigestreifte Quelljungfer kann man im Herbst am Wahler Bach beobachten (Foto: Robert Klein)
Die Zweigestreifte Quelljungfer kann man im Herbst am Wahler Bach beobachten (Foto: Robert Klein)

Bachtäler mit ihren Bächen und Auen sind wichtige Lebensadern in unserer Landschaft und sie brauchen unseren Schutz.

Der Wahler Bach ist ein Nebengewässer des Pfaffenbachs. Von der Quelle bis Wallau nennt er sich Griesenbach, dann ändert er den Namen in Wahler Bach.

1995 übernahm der ANUAL die Bachpatenschaft des Wahler Baches von der Brücke bei der ehemaligen Molkerei in Buchholz bis zum Zusammenfluss mit dem Asbach bei Bennau. Es erfolgte eine vegetationskundliche Erfassung durch Claus Mückschel, die den hohen ökologischen Wert des Bachtals belegte. Der ANUAL hat daher im Jahr 1998 die ersten Feuchtwiesen mit finanzieller Unterstützung der »Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz« erworben und in den Folgejahren um weitere 24 Parzellen mit Eigenmitteln, Sponsoren und Mitteln der Stiftung ergänzt.

1999 erwarb der Landkreis Neuwied weitere Grundstücke für Ausgleichsmaßnahmen des E-Plus Sendemastes in Asbach, für die dann ein Pflege und Entwicklungsplanes erstellt wurde.

In den Jahren 2000 bis 2014 erfuhren die Flächen sehr unterschiedliche Bewirtschaftung, die Mahd oder auch zum Teil Beweidung führte zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Landwirt Thomas Wilsberg mit Sohn Jan. Haben Sie Fragen zur Tierrasse oder zum Beweidungsprojekt können Sie Sich auch direkt an Thomas wenden: Tel.: 0175 6129838 (Foto: Robert Klein)
Landwirt Thomas Wilsberg mit Sohn Jan. Haben Sie Fragen zur Tierrasse oder zum Beweidungsprojekt können Sie Sich auch direkt an Thomas wenden: Tel.: 0175 6129838 (Foto: Robert Klein)

Mit Eigenmitteln konnte 2013 eine noch fehlende Fläche zwischen den bereits im ANUAL-Besitz befindlichen Parzellen erworben werden und damit konnte die Umsetzung der ursprünglich geplanten, großflächigen Beweidung mit  geringer Stückzahl einer alten, robusten Tierrasse  beginnen. Der Zaun wurde auf vereinseigenen Flächen mit Geldern der Biotopbetreuung gebaut und im Herbst 2014 erfolgte die erste Beweidung mit Schottischen Hochlandrindern.

Dass nunmehr auch die Ausgleichsflächen des Landkreis Neuwied und der Ortsgemeinde Asbach mit in das Projekt integriert sind, ist sicher eine Erfolgsgeschichte für den Naturschutz. Das Gesamtbeweidungsprojekt bietet für alle Beteiligten einen erheblichen Mehrwert:  Landkreis Neuwied und  Ortsgemeinde Asbach stellen die Pflege ihrer Ausgleichsflächen kostengünstig sicher, der durchführende Landwirt hat ausreichend große Flächen für solches Beweidungskonzept zur Verfügung und nicht zuletzt führt die Maßnahme zu mehr Vielfalt in diesem schönen Bachtal.

Bericht zu ANUAL Naturschutz in der VG Asbach Heft 1 Seiten 6-9 von Arnd Faulenbach